Als Psychopharmaka werden alle Medikamente bezeichnet,
die eine Wirkung auf das menschliche Fühlen und Handeln
haben. Darunter befinden sich allerdings Substanzen, die sehr
unterschiedliche Wirkungen und Nebenwirkungen haben. Der
Einsatz von Psychopharmaka muss von der behandelnden Ärztin
oder dem behandelnden Arzt aufgrund der persönlichen Diagnose und der entsprechenden Beschwerden sehr sorgfältig geplant und überwacht werden.
Psychopharmaka sind in der Regel nicht in der Lage, psychische Probleme alleine zu lösen, aber sie können – gezielt eingesetzt – die Patienten dabei unterstützen, sich mit den bestehenden Beschwerden und Problemen erfolgreich auseinander zu setzen.
Je nach Beschwerdebild werden folgende Psychopharmaka unterschieden:
Viele Menschen haben Sorge, dass durch die Einnahme von Psychopharmaka Persönlichkeitseigenschaften verändert oder das Gehirn geschädigt werden kann. Beides ist nicht der Fall. Psychopharmaka sind Medikamente, mit denen es gelingen kann, krankhafte Zustände zu bessern. Nur bei der Einnahme von beruhigenden bzw. angstlösenden Medikamenten wie den Tranquilizern oder Benzodiazepinen ist zu beachten, dass bei langfristiger oder unbegründeter Einnahme eine Abhängigkeit entstehen kann. Bei bestimmungsmäßiger und ärztlich überwachter Einnahme ist dieses Risiko jedoch gut beherrschbar.
Grundsätzlich ist es bei allen Psychopharmaka wichtig, dass die Einnahme regelmäßig erfolgt, damit ein stabiler Blutspiegel aufgebaut werden kann. Bei den Stimmungs-Stabilisierern (wie z.B. Lithium oder Valproinsäure) müssen in der Regel häufigere Blutuntersuchungen zur Kontrolle des Blutspiegels erfolgen.
Natürlich gibt es auch beim Einsatz von Psychopharmaka Nebenwirkungen und Wechselwirkungen, die zu beachten sind. Dabei handelt es sich jedoch oft nur um Nebenwirkungen, die nur zeitweise (insbesondere am Anfang der Behandlung) auftreten oder die nur geringgradig ausgeprägt sind. Bitte sprechen Sie bei stärkeren oder neu aufgetretenen Nebenwirkungen oder bei der Einnahme weiterer Medikamente unbedingt die verschreibende Ärztin oder Arzt an.
