Psychosomatische Medizin ist die Lehre von den Wechselwirkungen zwischen körperlichen (somatischen), seelischen und sozialen Ursachen in der Entstehung, im Verlauf und in der Behandlung von Krankheiten.
In der Psychosomatischen Medizin werden unterschiedliche Krankheitsbilder diagnostiziert und behandelt:
- Psychosomatische Erkrankungen, bei denen ein seelischer Einfluss auf Entstehung und Verlauf der Krankheit angenommen wird und es zum Auftreten von organischen Veränderungen (Organschäden) kommt wie Asthma bronchiale, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, Colitis ulcerosa und andere entzündliche Darmerkrankungen, einige Formen des Bluthochdrucks, bestimmte Schilddrüsenfunktionsstörungen und Rheumaerkrankungen.
- Psychosomatische Erkrankungen im weiteren Sinne, bei denen keine Organschäden vorliegen. Sie werden oft auch als "funktionelle Störungen" oder auch als "somatoforme Störungen" bezeichnet. Hierzu gehören chronische Schmerzsyndrome, vor allem Kopf- und Rückenschmerzen sowie das Fibromyalgie-Syndrom (=Weichteilrheumatismus).
- Essstörungen wie Anorexie ("Magersucht") und Bulimie ("Ess-Brechsucht"), bei denen psychosomatische Faktoren eine wesentliche Rolle spielen.
- Selten auch psychosomatisch verursachte Lähmungen oder Störungen der Sinnesempfindungen.
In der Regel werden psychosomatische Erkrankungen mit Psychotherapie behandelt; oft ist es jedoch notwendig, die Psychotherapie mit organmedizinischen Behandlungen zu kombinieren. Alle diese Behandlungen sind im Klinikum Itzehoe möglich.
