Kinder älterer Mütter (Altersgrenze 35 Jahre) leiden statistisch gesehen häufiger unter häufiger chromosomengebundene Erkrankungen, sog. Trisomien. Aus medizinischer Sicht wird daher ab dieser Altersgrenze eine gezielte Diagnostik zur Abschätzung des Risikos oder zum Ausschluss einer Trisomie empfohlen.
Die Risikoabschätzung kann im Rahmen einer Nackenfaltenmessung erfolgen. Diese Maßnahme wird z. Z. von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt.
Der Ausschluss einer Trisomie kann durch eine Amniozentese geschehen. Dabei werden im Fruchtwasser befindliche Zellen des Kindes auf ihren Chromosomensatz untersucht.
Gelegentlich führt das Ergebnis der Nackenfaltenmessung zur Empfehlung einer Amniozentese.
Bei der Amniozentese wird in der 16. Schwangerschaftswoche unter Ultraschallsicht eine geringe Menge Fruchtwasser aus der Fruchthöhle entnommen ( 2x 8-10ml ). Abgesehen von einem geringen Schmerz beim Einstich der Nadel ist die Maßnahme schmerzfrei.
Da der Eingriff mit dem Risiko einer Fehlgeburt von 1:200 verbunden ist, erfolgt immer eine ausführliche Beratung mit Berücksichtigung individueller Risiken ( Alter der Mutter, familiäre Erbkrankheit, Nackenfalte etc. ).
Nach dem Eingriff sollten Sie ca. eine Stunde ruhen. Bevor Sie die Klinik verlassen, führen wir eine Ultraschallkontrolle durch. Auch im weiteren Tagesverlauf müssen Sie sich schonen, am Folgetag ist eine Kontrolle beim Frauenarzt angezeigt.
Das Ergebnis – auf Wunsch mit Geschlecht des Kindes - erhalten Sie in der Regen nach 8 Tagen.
Gegen ca. 110 € bietet das Labor auch einen Schnelltest (Erhalt des Ergebnis nach 24 - 36 Stunden) an.
Anmeldung zur Amniozentese:
Sekretariat der Frauenklinik
0 48 21 / 7 72 - 27 01 (9:00 – 16:00 Uhr)