2. Nackenfaltenmessung (=Nackentransparenz)
1. Dopplersonographie
Bei der Dopplersonographie wird mit Hilfe von Ultraschall der Blutfluß in den Blutgefäßen hörbar und am Monitor sichtbar gemacht und analysiert.
In der Schwangerschaft sind von besonderem Intersesse die Gefäße, die die Gebärmutter und die Nachgeburt versorgen (A. uterina), und wichtige Gefäße des Kindes, z.B. die Nabelschnur, die Hauptschlagader oder Gehirnarterien.
Der häufigste Grund für eine Dopplersonographie in der Schwangerschaft ist das „kleine“ Kind. Mit den Flusskurven der kindlichen Gefäße können Rückschlüsse auf die Funktion der Nachgeburt (Plazenta) gezogen werden. So kann man unterscheiden, ob das Kind klein ist, weil eine Plazentaschwäche vorliegt, oder ob es sich einfach um ein kleineres Kind bei normaler Plazentafunktion handelt.
Auch bei Erkrankungen, die mit einer verfrühten Plazentaschwäche verbunden sein können, wie z.B. dem Schwangerschaftszucker, wird die Dopplersonographie eingesetzt.
Bei sogenannten Schwangerschaftsvergiftungen (Gestosen) kann der Blutfluß in den Gebärmutterarterien verändert sein. Die Analyse der Flusskurven kann helfen, das Risiko für das Auftreten einer Schwangerschaftsvergiftung abzuschätzen.
Falls es in Ihrer Schwangerschaft einen Grund für eine Dopplersonographie gibt, wird Ihr Frauenarzt Sie in unsere Dopplersprechstunde überweisen.
Termine erhalten Sie in unserem Sekretariat:
Tel.-Nr. 04821-7722701
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2. Nackenfaltenmessung (=Nackentransparenz)
Zwischen der 12. – 14.SSW ist es möglich durch die Messung der Nackentransparenz des Kindes in Zusammenhang mit 2 Blutwerten (PAPP A und freies ß-HCG) das Risiko für ein Down-Syndrom (Verdreifachung des Chromosoms 21) genauer abzuschätzen, als dies nur auf Grund des Alters der Mutter möglich ist. Ist das Risiko dann geringer als 1:200 kann in vielen Fällen auf eine Fruchtwasseruntersuchung verzichtet werden.
Da ein großer Teil der Down-Syndrom Kinder bei den unter 35-jährigen Müttern auftritt (- bei diesen wäre eine Fruchtwasseruntersuchung auf Grund des Altersrisikos nicht indiziert -) , wird empfohlen, die Messung der Nackentranparenz allen werdenden Eltern anzubieten.
Dabei ist zu beachten, das ca. 20% der Down-Syndrom Kinder eine normale Nackentransparenz bieten, aber auch die meisten Kinder mit erhöhten Werten der Nackentransparenz sind gesund. Lediglich das Risiko einer Erkrankung ist mit verdickter Nackentransparenz erhöht.
Beispiel: Bei einer 35-jährigen Mutter ist das Altersrisiko 1:200 ein Kind mit Down-Syndrom zu bekommen, wenn zusätzlich die Nackentransparenz 5 mm ist (normal bis 2,3 mm), dann ist das Risiko 28 mal höher, also 1:7. Das bedeutet 1 Kind von 7 Kindern mit dieser Konstellation ist krank, 6 Kinder sind gesund.
Die Leistungen der Nackenfaltenmessung und der Bestimmung der Blutwerte wird von den Krankenkassen nicht bezahlt und muss privat bezahlt werden.
Anmeldungen zur Nackentransparenzmessung sind im Sekretariat der Frauenklinik möglich unter der Telefonnummer: 0 48 21- 7 72 - 27 00.