Unser Konzept zur Förderung der frühen Mutter-, Vater-, Kindbindung

Wir wissen wie wichtig es für das Bindungsverhalten von Mutter und Kind ist, Babys nach der Geburt bei der Mutter in nahem Körperkontakt zu lassen
(Bonding). Auch das 24 Stunden Rooming in unterstützt den  Bindungsprozeß optimal, weil Mutter und Kind immer zusammen sein können. Durch das Angebot der Familienzimmer kann auch die ganze neue Familie von Anfang an ungetrennt zusammensein und jeden kostbaren Augenblick mit dem Neugeborenen verbringen.

 

Eine intakte Eltern-Kind-Bindung ist einer der wesentlichsten Punkte für das gesunde Aufwachsen eines Kindes, nicht nur in Bezug auf seine körperliche Gesundheit, sondern auch auf seine psychosoziale Entwicklung. Liebe, Zuwendung und Zärtlichkeit sind beim Prozess der Persönlichkeitsentwicklung des Menschen ebenso wichtig, wie die Sicherung einer optimalen Ernährung, Bekleidung, Lagerung u.s.w. . Eine gute Eltern-Kind-Beziehung gibt dem Kind Urvertrauen und ein gesundes Selbstbewußtsein.

 

Werdende Eltern haben sich oft konkrete Gedanken darüber gemacht, wie sie die Geburt und die ersten kostbaren Momente nach der Entbindung mit ihrem Kind erleben möchten. Manchmal kommt jedoch alles anders als geplant: Wird ein Baby zu früh geboren oder ist krank, sind ein Kaiserschnittt oder andere geburtshilfliche Maßnahmen erforderlich, können diese Vorstellungen häufig leider nicht realisiert werden. Das ruhige, warme, freudige „Willkommen“ des neuen Erdenbürgers wird durch eine plötzliche Trennung von Mutter und Kind empfindlich gestört.

 

 

In Notfallsituationen können unvermeidliche medizinische Maßnahmen, die das Kind oder die Mutter am Leben erhalten, eine Vielfalt von Gefühlen und Reaktionen hervorrufen, wie z. B. Schock, Verdrängung, Hilflosigkeit, Schuldgefühle, Zorn, Traurigkeit und Angst.

 

Hier ist unser Anliegen  diesen Kindern und Eltern den Aufbau einer tragfähigen Eltern-Kind-Beziehung zu erleichtern. Bindungsunterstützende Hilfen wie der Hautkontakt werden, sobald Mutter und Kind dazu in der Lage sind, angeboten. Dabei ist eine einfühlsame Begleitung durch das Personal gegeben.

 

Speziell geschultes Personal steht für die emotionale Unterstützung der Eltern und Kinder zur Verfügung.

 

Die „Emotionelle Erste Hilfe“ findet Anwendung zur Begleitung und Lösung von Wochenbettkrisen zwischen Eltern und dem neugeborenen Kind, bzw. nach überwältigenden Belastungen rund um die Geburt.

 

Die „Emotionelle Erste Hilfe“ ist ein körperpsychotherapeutisches Verfahren welches in der Krisenintervention und Bindungsförderung von Eltern, Säuglingen und  Kleinkindern eingesetzt werden kann. Sie hat ihre Wurzeln in der modernen Körperpsychotherapie sowie den Erkenntnissen der Gehirn- und Bindungsforschung und wurde in den 90er Jahren von dem Psychologen und Körperpsychotherapeuten Thomas Harms entwickelt.