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Die Viszeralchirurgie befasst sich mit der Chirurgie der inneren Organe. Mit der folgenden Auflistung möchten wir Ihnen einen Überblick über die zu behandelnden Organe sowie deren häufigsten Erkrankungen vermitteln: |
Oberer Verdauungstrakt:
- Speiseröhrenkrebs und andere Erkrankungen der Speiseröhre
- Zwerchfellbrüche
- Refluxkrankheit
- Magenkrebs
- Geschwüre von Magen und Zwölffingerdarm
- Dünndarmerkrankungen
Unterer Verdauungstrakt:
- Dickdarmkrebs/-entzündungen
- Divertikelkrankheit
- Mastdarmkrebs
- Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
- Hämorrhoiden, Fisteln, Fissuren und Abszesse
Erkrankungen der Leber, der Gallenblase und Gallewege
- Leberzysten, -hämangiome, -adenome, fokal noduläre Hyperplasie
- Leberzellkrebs
- Lebermetastasen
- Gallenblasenkrebs
- Gallenblasensteine und -entzündungen
- Gallengangsverengungen
- Gallengangskrebs (sog. Klatskin-Tumor)
Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse
- Entzündungen
- Pseudozysten
- Bauchspeicheldrüsenkrebs
Erkrankungen der Körperdrüsen (sog. endokrine Chirurgie)
- Erkrankungen der Schilddrüse
- Erkrankungen der Nebenschilddrüse
- Erkrankungen der Nebenniere
Folgende Erkrankungen des Brustraumes werden operativ behandelt:
- Lungenkrebs und Metastasen
- geplatzte Lungenbläschen und Verletzungen
Themenbezogene Vorträge/Informationsschriften aus dem Klinikum Itzehoe
Abdomen apertum bei Peritonitis - eine Indikation für die Vacuum-Therapie?
Dr. Daniel Hinck
Die Vier-Quadranten-Peritonitis stellt trotz programmierter Relaparotomie mit Lavage und Drainage auch heute noch eine chirurgische Herausforderung dar. Mit der neuen Möglichkeit der abdominellen Vacuum-Therapie, bei der patho-
logische Sekrete kontinuierlich abgesaugt werden und ein Granulationsreiz gesetzt wird, besteht eine vielversprechende therapeutische Option, die im Detail erklärt wird.
Der Vortrag wird zur Zeit bearbeitet.
Rektumkarzinom, Krebs des Enddarmes
Dr. Helmut Wolgast
Vortrag über Häufigkeit, moderne diagnostische Verfahren, Vorbehandlung und operative Behandlung des Enddarm-Krebses. Zusätzlich wird über eigene Ergebnisse der Klinik berichtet.
Den Vortrag in voller Länge finden Sie unter:
Sigmadivertikulitis
Dr. Helmut Wolgast
Den Vortrag in voller Länge finden Sie unter:
Fundoplikatio
Prof. Dr. Michael Neipp
Die sog. Refluxösophagitis gilt als weit verbreitete Erkrankung und führt meist zu schmerzhaftem Sodbrennen. Unbehandelt kann es zu schweren Komplikationen wie Heiserkeit, narbiger Verengung der Speiseröhre, Blutungen und der Entwicklung eines sog. „Barrett-Ösophagus“ kommen. Hieraus kann sich in seltenen Fällen Krebs entwickeln.
Bei den meisten Patienten liegt ursächlich eine Erweiterung des Zwerchfelldurchtritts vor, sog. Zwerchfellhernie. Durch Einnahme von Medikamenten zur Hemmung der Salzsäurebildung im Magen, sog. Protonenpumpenhemmern, und eine strikte Diät kann bei einer Vielzahl von Erkrankten eine Befundbesserung erzielt werden.
Alternativ kann die chirurgische Therapie erwogen werden, vor allem bei Erkrankten mit Unverträglichkeit gegenüber der medikamentösen Therapie oder bei Erkrankten ohne wesentliche Linderung der Beschwerden. Auch muss mit jüngeren Patienten mit Notwendigkeit zur langfristigen medikamentösen Therapie der individuelle Nutzen eines operativen Vorgehens erörtert werden.
Die erforderliche Operation wird in unserer Klinik routinemäßig in minimal-invasiver Technik durchgeführt. Ziel ist die Einengungen der erweiterten Zwerchfelllücke und das Bilden einer Manschette um die untere Speiseröhre, um das Zurückfließen der Magensäure dauerhaft zu verhindern. Dabei werden wir in Abhängigkeit Ihrer persönlichen Situation zwischen zwei unterschiedlichen Manschettenformen auswählen (360°-Manschette , sog. Short-Floppy-Nissen oder 270°-Manschette, sog. Toupet), um einen bestmöglichen Therapieerfolg sicher zu stellen. Sämtliche erforderliche Diagnostik (Magenspiegelung, 24-pH-Metrie, Ösophagusmanometrie) zur Operationsplanung ist im Klinikum etabliert. Vor Ihrer Operation beraten wir uns ausführlich mit unseren Kollegen der Klinik für Innere Medizin und Ihrem Hausarzt, um Ihnen bestmöglich helfen zu können.
Der folgende Vortrag gibt einen Überblick. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

