Durch hervorragende Aus- und Weiterbildung wissen wir, was technisch machbar und welche Behandlung für den Patienten vertretbar und erfolgversprechend ist. Qualitätssicherung im engeren Sinne bedeutet, dass wir die Prozess- und Ergebnisqualität unserer Maßnahmen messen und sie mit den Ergebnissen anderer vergleichen. Ein mindestens so wichtiger Punkt ist für uns die Zufriedenheit der Patienten mit unserer Arbeit – auch diese Zufriedenheit wird von uns von Zeit zur Zeit durch objektive Untersuchungen „gemessen“. Das Ziel all unserer Bestrebungen ist: nachweisbar gute Qualität und zufriedene Patienten!
Qualitätssicherungsmaßnahmen in der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Viszeralchirurgie
- Nationale Qualitätssicherungsmaßnahme (BQS) „Gallenblasenoperation“
Bundesweit durchgeführt, alle Krankenhäuser beteiligt, Erfassung von diagnostischen Maßnahmen vor der Operation, Details der Operation selbst sowie Erfassung von Komplikationen nach der Operation,
Verweildauer ...
- Nationale Qualitätssicherungsmaßnahme (BQS) „Halsschlagaderoperation“
Bundesweit durchgeführt, alle operativen Abteilungen, Erfassung von diagnostischen Maßnahmen vor der Operation, Details der Operation selbst sowie Erfassung von Komplikationen nach der Operation, Verweildauer, Erfassung des speziellen Risikos Schlaganfallrate.
- Nationale Qualitätssicherungsmaßnahme „Wundheilungsstörung bei Dickdarmeingriffen“
Bundesweite Maßnahme, Keimerfassung bei Wundheilungsstörungen bei Operationen mit Dickdarmbeteiligung. Beurteilung der hygienischen Standards.
- Bundesweite Qualitätssicherungsmaßnahme „Kolorektales Karzinom“
Details: freiwillige Teilnahme von spezialisierten Krankenhäusern, Detailerfassung wir präoperative Diagnostik, Tumorstadien, operative Techniken, Tumoraussaat und vor allem des weiteren postoperativen Verlaufes über fünf Jahre.
- Bundesweite Qualitätssicherungsmaßnahme „Rektumkarzinome“
Freiwillige Teilnahme von spezialisierten Krankenhäusern, Beginn 2005, Detailerfassung wir präoperative Diagnostik, Tumorstadien, operative Techniken, Tumoraussaat und vor allem des weiteren postoperativen Verlaufes über fünf Jahre.
- Interne Qualitätssicherungsmaßnahme „Schilddrüsenoperationen“
Details: Erfassung der postoperativen Stimmbandlähmung (Recurrensparese) nach Schilddrüsenoperationen. HNO-ärztliche Kontrollen. Verlaufskontrolle in Kooperation mit dem Hausarzt. Im Falle von Recurrensparesen Verfolgung über mindestens sechs Monate.
- Interne Qualitätssicherungsmaßnahme„Sigmadivertikulitis“
Detailierte Erfassung von präoperativer Diagnostik, Operationsindikation, operativer Maßnahme (minimal-invasiv vs. offen), Ergebnisqualität.
Neben den unter Studienbedingungen durchgeführten Maßnahmen zur Qualitätssicherung spielt bei uns auch die Qualitätssicherung im klinischen Alltag eine große Rolle.
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Schriftliche Dokumentation aller wesentlichen Befunde und Anordnungen (Verbesserung der Dokumentation in der Patientenbetreuung)
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Standardisierung von Abläufen im klinischen Alltag (Infusionsprogramme, Blutabnahmen, Antibiotika-Applikationen nach Krankheitsbildern, präoperative Routineuntersuchungen und diagnostische Maßnahmen in Abhängigkeit von Krankheitsbildern ...) Hierdurch bleibt wenig dem Zufall überlassen, die Standardisierung fördert die Routine und verbessert die Vergleichbarkeit.
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Gesonderte Pflegedokumentation. Schwestern und Pfleger verbringen wesentlich mehr Zeit mit dem Patienten als der Stationsarzt, der neben der Stationsarbeit viel Zeit im OP verbringt und daneben weitere Dinge außerhalb des direkten Patientenkontaktes erledigt. Insofern ist es wichtig, dass auch Beobachtungen der Schwestern detailiert notiert werden, um dann in gemeinsamen Besprechungen zwischen Ärzten und Pflegern eine optimale individuelle Behandlung unserer Patienten zu ermöglichen.
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Ausführliche schriftliche Aufklärung. Wir benutzen umfangreiches Aufklärungsmaterial unter Verwendungen von Abbildungen, um dem Patienten den operativen Eingriff und auch weitere Maßnahmen so laienverständlich wie möglich zu erklären. Daneben haben wir zahlreiche mehrseitige krankheitsbezogene Informationsblätter klinikintern erarbeitet, die dem Patienten beim Verständnis seiner Krankheit helfen sollen. Diese sind auch im Internet einsehbar und abrufbar. In unseren Sprechstunden stehen uns anatomische Modelle zur Verfügung, anhand derer wir dem Patienten maßstabgerecht das Ausmaß und den Sitz der Erkrankung erklären können.
- Detailierte Besprechungen vor und nach der Operation im Ärzteteam. Alle zu operierenden Patienten werden am Vortag im Ärzteteam gemeinsam besprochen. Hierbei stellt der Stationsarzt den Oberärzten und dem Chefarzt detailiert und individuell jede anstehende Operation patientenbezogen vor, hierdurch wird für den Patienten ein großes Maß an Sicherheit ermöglicht. Nach der Operation wird am Nachmittag des Operationstages wiederum der Verlauf im Team besprochen.
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Intraoperative Qualitätssicherung. Alle operativen Eingriffe werden nach Facharztstandard durchgeführt, d.h. entweder ist der Operateur selbst Facharzt oder, bei Operateuren in Ausbildung, wird die Operation durch einen erfahrenen Arzt mit abgeschlossener Facharztweiterbildung assistiert und/oder supervisiert. Es kommen modernste Techniken zur Anwendung, dabei bezieht sich der Begriff „modern“ auch auf ein Höchstmaß an Sicherheit. Es werden zahlreiche, teilweise weit über das übliche Maß hinausgehende Maßnahmen ergriffen, um die Blutung und das Infektionsrisiko auf ein Minimum zu begrenzen. Zum Verschluss der Bauchdecke und der Operationswunde kommen moderne Techniken zu Anwendungen, die studienbelegt die größtmögliche Sicherheit bieten. So werden z. B. in der minimal-invasiven Chirurgie alle größeren Trokar-Einstichstellen durch zusätzliche Nähte von innen verschlossen.
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Tumorkonferenz (interdisziplinäres Tumorboard). In dieser regelmäßig stattfindenden Tumorkonferenz werden Patienten mit bösartigen Erkrankungen von Onkologen, Chirurgen, Internisten, Strahlentherapeuten und den Kollegen der einzelnen Fachdisziplinen gemeinsam diskutiert. Die Röntgenbefunde, Verläufe und Therapieoptionen werden besprochen, um interdisziplinär eine Optimierung der therapeutischen Maßnahmen für den Patienten zu erreichen. Die Diagnostik und Therapie von Tumoren erfolgt nach aktuellen medizinischen Leitlinien (siehe auch www.awmf.de). In Einzelfällen können Patienten auch in Studien innerhalb und außerhalb des Klinikums Itzehoe eingebracht werden.
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Röntgenbesprechung. Alle Röntgenuntersuchungen werden zunächst durch den durchführenden Röntgenarzt befundet. Darüber hinaus werden die Ergebnisse den betreuenden Stationsärzten und Oberärzten vorgestellt, damit im Team wirklich jedes Detail erkannt wird und sich ggf. hieraus ergebene Konsequenzen gemeinsam gezogen werden.
- Qualitätssicherung OP-Briefe und Arztbriefe. Von jeder Operation wird ein detaillierter Bericht angelegt, aus dem sich jeder einzelne Schritt einer operativen Maßnahme nachvollziehen lässt. Das gleiche gilt auch für die Arztbriefe zum Ende eines stationären Aufenthaltes. Zur Vorabinformation wird bei Entlassung ein Kurzarztbrief mitgegeben, der ausführliche Arztbrief wird wenige Tage später dem Hausarzt zugestellt. Die OP-Berichte und auch weitere relevante Dokumente (wie z. B. histologische Befunde und Labordaten) werden im Einzelfall auf Wunsch des Patienten diesem persönlich ausgehändigt und können auch vom Hausarzt jederzeit zusätzlich abgefragt werden. Dadurch werden Doppeluntersuchungen vermieden und durch eine optimale Information des Hausarztes wird die problemlose Weiterbetreuung im Ambulanzbereich gewährleistet.
