Zauberwort "GEICI" - erfolgreich angewendet im Klinikum Itzehoe

GruppenEinarbeitungskonzept der Operativen Intensivstation und der Intermediate Care Station des Klinikums Itzehoe


„Wie arbeiten wir die vielen neuen Mitarbeiter bloß alle gleichzeitig ein?“ Diese Frage stellte sich das Pflegeteam der Operativen Intensivstation des Klinikums Itzehoe im Frühjahr 2009. Das Team nahm die Herausforderung an und leitete eine effektive Konzeption daraus ab.

Michaela Haack und Birte Vehlow
Die Station 19 sollte umgebaut und um eine acht Betten umfassende Interme-diate Care Station erweitert werden. Dieses bedeutete, dass mehr qualifiziertes Pflegefachpersonal benötigt wurde. Die neuen KollegInnen sollten alle gleichzeitig zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Neubaus ihre neue Arbeitsstelle ausfüllen können. Unter diesen Umständen war die gewohnte Einarbeitungsstrategie nicht realisierbar. Jeder neue Mitarbeiter wurde bisher von einem erfahrenen Kollegen während der täglichen Aufgaben eingearbeitet. Durch zusätzliche Patienten-/Bettenzahl auf der Station sollte ein neues Einarbeitungskonzept erstellt werden.

Michaela Haack und Birte Vehlow erhielten deshalb von der Pflegedirektorin, Irmgard Laibida, den Projektauftrag ein Konzept für diese Einarbeitung zu erstellen. Die beiden erfahrenen Gesundheits- und Krankenpflegerinnen entwarfen GEICI –  Das Gruppeneinarbeitungskonzept der Operativen Intensivstation und der Intermediate Care Station des Klinikums Itzehoe. Das Konzept beinhaltete eine kombinierte theoretisch-praktische Einarbeitungszeit.

Die Ziele des GEICI waren:

 

• Standardisierte Einarbeitung für die Station 19

• Sicherung der professionellen ganzheitlichen Pflege der PatientInnen

• Vermitteln von Grundwissen in gleicher Qualität und Quantität für alle
  neuen MitarbeiterInnen

• Gleiche Voraussetzungen für alle neuen MitarbeiterInnen

• Neuen MitarbeiterInnen Sicherheit vermitteln

• Zusammenarbeit fördern

• Entlastung des Stammpersonals durch erleichterte Einarbeitung in die
   Praxis

• Integration vieler neuer MitarbeiterInnen zur gleichen Zeit

• Förderung des multi-professionellen Teams

• Sensibilisieren der Kollegen aller Berufsgruppen für Rücksichtnahme auf
  viele neue Mitarbeiter-Innen

• Verkürzung der Einarbeitungszeit durch die Teilung der Einarbeitung für die
   Intensiv – und die IntermediateCare PatientInnen

• Bessere Strukturierung für zukünftige Einarbeitung von neuen
   MitarbeiterInnen


Am 1. Oktober 2009 traten neun hoch motivierte Gesundheits- und KrankenpflegerInnen ihre neue Arbeitsstelle auf der Station 19 an. GEICI begleitete sie.

Eine gemeinsame Studienzeit begann mit den neuen KollegInnen. Für die weiteren Wochen wurden sie in zwei Kleingruppen eingeteilt. Diese arbeiteten im Wechsel in der Theorie oder in der Praxis. An den Studientagen erhielten die neuen KollegInnen theoretischen Unterricht. Inhalt dessen waren die Grundlagen der stationsspezifischen Arbeit, Geräteeinweisungen und Hintergrundwissen. Als Dozenten konnten viele ÄrztInnen, ExpertInnen und KollegInnen aus dem Klinikum gewonnen werden. Für die Praxis wurden jedem neuen Mitarbeiter feste Paten zugeteilt. Diese erfahrenen KollegInnen des Stammteams waren für die Einarbeitung auf der Station zuständig.

Nach Beendigung der Studientage äußerten die neuen KollegInnen, dass ein gutes Rundumpacket geschnürt wurde. Alle relevanten Bereiche wurden angesprochen und gut erklärt. Das Engagement des gesamten Teams der Operativen Intensivstation war sehr groß.

Durch GEICI haben alle Beteiligten viele Erfahrungen sammeln können. Die Wichtigkeit der qualifizierten Einarbeitung ist noch einmal neu in den Vordergrund gerückt worden. Heute sind alle neuen MitarbeiterInnen fest in das Team integriert.

     

Michaela Haack und Birte Vehlow

 

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