Personalrefentin im Klinikum Itzehoe, Bianca Schirmer, schaffte die 42,195 Kilometer auf Anhieb
Wir hatten die Gelegenheit, mit Bianca Schirmer über ihre Teilnahme am Hamburg-Marathon am 25. April 2010 und die entsprechende Trainingsvorbereitung zu sprechen.
Herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung! Wie sind Sie dazu gekommen, den Marathon zu laufen? Was war Ihre Motivation?
Bisher habe ich beim Hamburg-Marathon fast jedes Jahr als Zuschauer an der Strecke gestanden und war von der Stimmung immer begeistert. Ich hatte großen Respekt vor der Distanz und wollte selber herausfinden, wie es ist, einen Marathon zu laufen.
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Der Hamburg-Marathon hatte rund 15.000 Teilnehmer und 800.000 Zuschauer. Wie war es für Sie, bei einem so großen Event zu laufen?
Ich habe mich besonders auf die Stimmung gefreut. So viele Menschen haben uns bei bestem Wetter angefeuert – das ist schon einzigartig! 15.000 Teilnehmer sind zwar eine ganze Menge - das Feld hat sich aber ziemlich schnell auseinander gezogen. Es gab also keine „Rempeleien“. Auch die Versorgungsstände waren so lang gestreckt, dass jeder in Ruhe ein Getränk greifen konnte.
Schildern Sie, wie Sie sich über den Verlauf der 42,195 km gefühlt haben.
Die erste Hälfte lief ganz ohne Probleme. Dann wurden die Beine etwas schwerer, was wahrscheinlich an der Umstellung der Energieversorgung lag (der Kohlenhydrat-Speicher war aufgebraucht). Bei Kilometer 21 und 30 habe ich Gel zu mir genommen, um so dem Hunger vorzubeugen. Speziell die Kilometer 32-40 erschienen mir endlos. Bei Kilometer 40 am Dammtor war dann der letzte Versorgungsstand – ab da ging es (wortwörtlich) wieder bergauf.
Wie haben Sie sich am Ende des Laufes gefühlt?
Der Zieleinlauf war ein toller Moment – endlich geschafft! Ich war natürlich stolz und mir ging es gut – ich hatte weder Knie- noch Rückenschmerzen. Erst in der Nacht kamen die Muskelschmerzen.
Beschreiben Sie Ihre Trainingsvorbereitung: Wie intensiv war Ihre Vorbereitung darauf? Wie haben Sie das Training in den Alltag integriert?
Das Training war recht zeitintensiv. Pro Woche bin ich 40 bis 50 Kilometer gelaufen und habe ein- bis zweimal pro Woche Krafttraining im MediFit absolviert. Mit der Eröffnung des MediFit hatte ich vor, Rücken und Knie zu stärken. So wurden mir entsprechende Stabilisations-Übungen gezeigt. Außerdem hatte ich hier die Möglichkeit, den Höhentrainer zu nutzen. Die Anmeldung zum Marathon kam dann Ende Januar, als ich merkte, dass mein Rücken und die Knie der höheren Laufbelastung standhielten.
Warum haben Sie sich bei uns im Höhentrainer vorbereitet?
Der Höhentrainer hatte eine Doppelfunktion: Zum einen konnte ich auf dem Laufband den schneereichen Winter überbrücken. Zum anderen wollte ich die Ausdauer intensiver trainieren und die Effekte der Höhe nutzen. Auch Intervall-Läufe konnte ich dort gut einbauen.
Was würden Sie anderen Läufern empfehlen?
Ich habe gemerkt, wie wichtig es ist, Laufen durch Krafttraining zu ergänzen. Also nicht nur laufen, sondern auch andere Körperpartien trainieren!
Was sind Ihre nächsten sportlichen Ziele?
Vielleicht laufe ich irgendwann den Marathon noch einmal. Es hat Spaß gemacht! Jetzt würde ich aber eher an einer guten Zeit beim Halbmarathon arbeiten – die Belastung ist für den Körper immerhin nur halb so groß.
Vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg.
Sandra Frank
Leiterin MediFit
