Weiterbildung mit neuem praxisbezogenen Konzept im Bereich Wundheilung
Erstmals wurde im Klinikum Itzehoe im Rahmen der Weiterbildungsserie Wundmanagement ein sehr praxisorientierter Weg beschritten, nachdem im letzten Jahr eine innerbetriebliche Fortbildung angeboten wurde.
Nun waren am 17. März 2010 externe Gäste geladen, um moderne Verbandstechniken am Modell zu erlernen. Die Arbeitsgruppe Wundmanagement des Klinikums Itzehoe hatte zunächst einen Film vorbereitet, in dem die Teilnehmer Fehler in der Durchführung des alltäglichen Verbandwechsels einer chronischen Wunde aufdecken sollten.
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Nach intensiver Diskussion mit weitreichenden Verbesserungsvorschlägen wurde an vier Modellen geübt, wobei einerseits ein klassisches Ulcus cruris (Unterschenkelgeschwür) versorgt werden sollte, andererseits ein Patient mit einem Dekubitus (Druckgeschwür bzw. Wundliegegeschwür). Zusätzlich musste das Problem eines diabetischen Fußes sowie eine fortgeschrittene arterielle Verschlusserkrankung behandelt werden. In kleineren Gruppen konnten sich die Teilnehmer austauschen und mit dem Modell angeregt diskutieren, um die gestellten Aufgaben zu bewältigen.
Die Ergebnisse der intensiven Arbeit mit Erstellung eines Behandlungsplanes und Festlegung des weiteren Prozedere wurden einzeln Gruppe für Gruppe im Plenum vorgestellt. Außerdem ergab sich während der Gruppenarbeit die Notwendigkeit, jeden Patienten bedarfsgerecht mit den zur Verfügung gestellten Wundtherapeutika zu verbinden und die Wunde fachgerecht zu versorgen.
Neben Informationen über allgemeine Hygienevorschriften beim Verbandswechsel durch die Hygienebeauftragte des Klinikums Itzehoe, Gaby Lorenzen-Fey, ergab sich die Gelegenheit Produktinformationen über eine neuere Wundtherapie durch Elektrostimulation (WoundEL) der Firma Geromed zu erhalten.
Das Fazit der dreistündigen Fortbildung war sowohl vom Veranstalter als auch den Teilnehmern der Wunsch der Wiederholung und der Fortführung des Konzeptes einer praxisbezogenen Aus- und Weiterbildung. Sowohl die 20 externen Gäste als auch die Teilnehmer der innerbetrieblichen Fortbildung beurteilten die Veranstaltung positiv.
Rüdiger Struve
Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Viszeralchirurgie


